Technik

Breitband Alternativen für die Laupendahler Siedlung

Kabelanbieter (Unitymedia)
(V)DSL mit Vectoring
Glasfaseranschluss (FTTH)
Telekom Hybrid Anschluss (LTE+DSL)
Richtfunk
Internet über Satellit

Kabelanbieter (Unitymedia)
In Teilen der Laupendahler Höhe liegt bereits ein Kabelanschluss von Unitymedia. Hier wäre eine Erweiterung denkbar. Technologisch setzt Unitymedia Kupferkabel oder Glasfaser ein. Ich denke bei einer Erweiterung werden wohl eher Glasfaserleitungen analog FTTH verlegt.
Grundsätzlich ist Unitymedia hierzu bereit, wenn sich genügend Interessenten finden. Die Preise sind vergleichbar mit bekannten DSL Anschlüssen. Im monatlichen Anschlusspreis ist das speziell notwendige Modem bereits enthalten.
Über Unitymedia ist neben Internet auch HD-TV und Telefon möglich.
Bandbreite bis zu 400 Mbit/s
Anbieter

(V)DSL mit Vectoring
Unser Haus und wahrscheinlich die Nachbarhäuser mit 2-6 Mbit/s hängen an einem ADSL2 Anschluss. Das ist eine „alte“ auf Kupferleitungen basierende Technologie. Maximal wären hier 24 Mbit/s möglich.

Die nächste schnellere Technologie ist VSDL, hier verwendet der Netzbetreiber bis zum Verteiler einen Glasfaseranschluss. Vom Verteiler zum Haus werden i. d. R. die alten Kupferleitungen analog ADSL weiter verwendet. VDSL ermöglicht Bandbreiten bis ca. 50 MBit/s.

Aufbauend auf ADSL2 oder VDSL kann Vectoring verwendet werden. Durch Kanalkodierung werden die Störungen in den Kupferkabeln minimiert um die für die Datenübertragung hinderliche Leitungsdämpfung zu reduzieren. Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s (VDLS+Vectoring) sind möglich. Die Performanceverbesserung mittels Vectoring steht in unmittelbarem Zusammenhang zur Entfernung des Hausanschlusses vom Verteiler und von der Qualität des Kabels. Als Faustformel lässt sich die vorhandene (V)DSL Geschwindigkeit in etwa verdoppeln. Nachteil ist, dass dies prinzipiell nur umsetzbar, wenn alle Teilnehmeranschlüsse beim selben Anbieter liegen so dass dieser die Entstörung mit seinem DSLAM vornehmen kann.

Eine „einfache“ Lösung wäre daher, wenn die Telekom den Verteilerkasten an das Glasfasernetz anschließt und Vectoring aktiviert. Damit sind bis zu 100 MBit/s möglich. Natürlich wird  die tatsächliche Geschwindigkeit deutlich niedriger sein, wenn die Kupferkabelverbindung vom Verteiler zu Eurem Haus nicht optimal ist. Bei Entfernungen <400m sind bis zu 100 MBit und bis 700m 50 Mbit möglich. Darüber hinaus gibt es weitere Einflussfaktoren wie  Qualität der Hausverkabelung oder Kabelquerschnitt.
Bandbreite bis zu 100 Mbit/s

Glasfaseranschluss (FTTH)
Eine Glasfaserleitung „Fiber to the Home“ (FTTH) ist die technologisch beste Alternative. Theoretisch lassen sich Bandbreiten >1.000 Mbit/s realisieren. Daher sehr zukunftssicher. Tatsächlich bieten die meisten Anbieter derzeit 200 Mbit/s an. Die monatlichen Kosten sind vergleichbar mit bekannten DSL Tarifen.
Nachteil sind die Kosten. Die Glasfaserleitung muss vom Verteiler in jedes Haus gelegt werden. Grob können ca. 30,-€/Meter oberirdisch an Masten oder 70-100,-€ unterirdisch gerechnet werden. Vorhandene Leerrohre reduzieren die Kosten.
Bandbreite >1.000 Mbit

Telekom Hybrid Anschluss (LTE+DSL)
Es handelt sich um einen Tarif in dem (V)DSL mit LTE Funktechnologie kombiniert wird. Beispielsweise werden 6 MBit/s über das vorhandene Kuperkabel erreicht und falls mehr Bandbreite angefordert wird fragt der spezielle Hybrid Router (Kosten 9,95 € pro Monat) diese über das LTE Funknetz ab. So können je nach LTE Empfangsqualität bis zu 100 MBit/s erreicht werden. Es ist möglich den Router an eine Außenantenne anzuschließen, die bei richtiger Installation eine wesentliche Verbesserung der Empfangsqualität gewährleistet.
Vorteil am Telekom Tarif ist, dass es im Gegensatz zu den bekannten Handy LTE Tarifen keine Beschränkung im Highspeed Datenvolumen gibt.
Nachteil: Man kann den Taif nur buchen, wenn der DSL Anschluss innerhalb des LTE Empfangsgebietes liegt. Wir liegen nicht im LTE Empfangsgebiet der Telekom. Ein Ausbau des Empfangsgebietes ist derzeit nicht geplant.
Bandbreite bis zu 100 MBit/s
Anbieter

Richtfunk
Über Richtfunk können große Strecken überwunden werden, falls Sichtverbindung besteht. Viele Grundstücke verfügen über eine hervorragende „Aussicht“, so dass sich sicherlich eine Basisstation identifizieren lässt zu dem die Verbindung aufgebaut werden kann. Die Kosten der Empfangsanlage liegen bei ca. 3.000,-€ und hängen natürlich auch mit der Entfernung zum Knotenpunkt zusammen.

Da es unwirtschaftlich und teilweise unmöglich ist für jeden Hausanschluss eine Empfangsanlage aufzubauen, müsste eine zentrale Empfangsanlage erstellt werden, von der aus die Weiterverteilung, bspw . drahtlos (WLAN) in der Laupendahler Siedlung erfolgt. Die monatlichen Kosten für den Tarif betragen 279,- €.
Nachteile sind die komplexe Planung und Aufbau der Anlage. Wenn sich mehrere Nutzer eine Anbindung teilen, müsste die rechtliche Problematik der „Störerhaftung“  geprüft werden.

Bandbreite ca. 400-2.000 Mbit/s (shared). Damit für jeden Einzelnen deutlich weniger.
Anbieter

Internet über Satellit
Benötigt werden eine Satellitenschüssel und natürlich ein guter Satellitenempfang. Empfangsreserven für schlechtes Wetter sollten hier bei der Planung berücksichtigt werden. Kosten liegen bei 60,- € monatlich + 399,- € einmalig für das Modem + Satellitenanlage (identisch zu TV Satellitenanlage).
Es gibt  unterschiedliche Tarife, die alle eine mehr oder weniger komplexe Beschränkung des Datenvolumens beinhalten. Einige Anbieter erlauben auch Downloads über Nacht, die nicht auf das Volumen angerechnet werden.
Die Latenzzeiten über Satellit sind schlecht. Es kommt zu Verzögerungen beim Aufruf von Webseiten. Online Spiele sind nur sehr eingeschränkt möglich
Bandbreite bis zu 20 Mbit/s
Anbieter